Konzept der Konfirmandenzeit

Konfirmandenarbeit mit Modulen

Das Konzept:

Um einerseits den Realitäten unserer Gemeinde und andererseits den Wünschen der Gemeinde und der Konfirmanden zu begegnen, bietet sich für die Erlösergemeinde ein Konzept mit Modulen an. Es gibt in diesem Modell drei Modul-Arten.

Die Module sind bepunktet. Die Konfirmanden müssen bis zu ihrer Konfirmation eine bestimmte Punktezahl erreicht haben, die sich aus dem Besuch der Pflichtveranstaltungen, der Wahlpflicht- und der freiwilligen Module sowie der Gottesdienste ergibt. Hierzu müssen sich die Konfirmanden (Ausnahme: Pflichtmodule) verbindlich anmelden. Die Anmeldung und Verwaltung erfolgt zentral über das Pfarramt.
 

1. Pflichtmodule (jeweils 2 Punkte):

Diese Module sind für alle Konfirmanden verpflichtend. Sie umfassen verschiedene Veranstaltungen (z.B. Vorstellungsgottesdienste, Jugend-Dekanatstag, Konfirmanden-Rüstzeit) und sind für alle verpflichtend. Sie werden alle zwei Monate stattfinden und stellen so sicher, dass die Gesamtgruppe immer wieder zusammenfindet.

 

2. Wahlpflichtmodule (jeweils 3 Punkte)

Diese Module richten sich nach den Vorgaben der ELKB zu den Inhalten der Konfirmandenarbeit. Daraus ergeben sich folgende Bereiche:

·        Gottesdienst

·        Schuld und Vergebung

·        Glaubensbekenntnis

·        (10) Gebote

·        Gebet

·        Diakonisches Handeln

·        Tod und Sterben

·        Taufe

·        Jesus

·        Bibel

·        Kirchenjahr

·        Schöpfung

·        Ökumene

Pro Bereich werden zwei (bis drei) Veranstaltungen/Projekte angeboten, von denen eine besucht werden muss. Beispiel Bereich Tod und Sterben → mögliche Projekte: Besuch eines Bestattungsinstitut, Diskussionsabend mit einem Hospiz-Mitarbeiter, Besichtigung des Friedhofes etc.

 

3. Wahlmodule (jeweils 3 Punkte)

Hier finden die Konfirmanden Angebote, die weniger katechetischen denn gemeinschaftsfördernden Charakter haben (z.B. Mithilfe im Seniorenkreis, Austragen des Gemeindebriefs, Filmabende etc.).

 

4. Gottesdienstbesuche (jeweils vier Punkte)

Die KonfirmandInnen melden sich nach dem Gottesdienst, ihr Besuch wird vermerkt. Sie haben die Möglichkeit, ihre Punktezahl auf fünf Punkte aufzustocken, wenn sie ihre Eltern mitbringen (Begrenzung!) oder es sich um einen Fest- oder Kasualgottesdienst (dieser auch auswärts besuchbar) handelt.

 

Die Vorteile

Das Modell reagiert auf die hohe zeitliche Beanspruchung der Konfirmanden im außergemeindelichen Bereich und ermöglicht ihnen, die Veranstaltungen ihren anderen Verpflichtungen entsprechend wahrzunehmen. Durch die entstehende Bandbreite der Angebote können die Jugendlichen interessengesteuert lernen und ihren eigenen Zugang zu dem jeweiligen Thema finden. Durch diese Wahlfreiheit und die daraus entstehende Verantwortung für die Gestaltung ihrer Konfirmandenzeit entsteht eine höhere Verbindlichkeit für die Jugendlichen. Zudem eröffnet das Konzept eine Vielzahl von Andockstellen, die eine Vernetzung von Konfirmandenarbeit und den Gemeindegruppen bzw. Gemeindegliedern ermöglichen.

 

Powerpointpräsentation der Konzeption: klicken Sie bitte hier.